Cameron Carpenter

27. August 2021

Film
Nosferatu

Mit seiner außergewöhnlichen Musikalität, einer nahezu grenzenlosen technischen Fertigkeit und seinem Pioniergeist zählt Carpenter zu "den schrillsten und provokantesten Erscheinungen der Klassikszene" (Süddeutsche Zeitung) und gilt als der "Zehnkämpfer an Manualen, Pedalen und Registerknöpfen" (Die Zeit). Seit der Fertigstellung der International Touring Organ (ITO) im Jahr 2014 spielt Carpenter nunmehr fast ausschließlich auf seinem eigenen Instrument. Die nach seinen Plänen gefertigte ITO ermöglicht es ihm, an fast jedem denkbaren Ort konzertieren zu können.

1981 in Pennsylvania, USA, geboren, führte Cameron Carpenter mit elf Jahren erstmals J. S. Bachs „Wohltemperiertes Klavier“ auf. Parallel zum Studium der Komposition und Orgel an der University of North Carolina School of the Arts transkribierte er über 100 Werke für Orgel, unter anderem Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 5. Die ersten eigenen Kompositionen entstanden während Carpenters Zeit an der Juilliard School New York.

2019 erschien Carpenters Einspielung seiner Bearbeitung der „Paganini-Variationen“ von Sergei Rachmaninoff sowie Francois Poulencs Orgelkonzert mit dem Konzerthausorchester Berlin unter Christoph Eschenbach. Als erster Organist überhaupt wurde Cameron Carpenter für sein Album Revolutionary (2008, Telarc) für einen Grammy nominiert.

Für sein Wirken wurde Carpenter mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und war 2017/18 “Artist in Residence“ beim Konzerthausorchester in Berlin, seinem derzeitigen Wohnort. Dort hat Carpenter sein Faible für Stummfilm-Klassiker entdeckt, die er, als Abwechslung und in Erweiterung seines Repertoires, mit Begeisterung begleitet. So gab er 2014 im Berliner Kino Babylon drei Live-Konzerte zu der aufwändig und mit Unterstützung Bertelsmanns restaurierten Berlinale-Fassung von "Das Cabinet des Dr. Caligari". Später improvisierte er zu Ruttmanns „Berlin – Die Sinfonie der Großstadt“ oder zu Fritz Langs „Metropolis“. Und auch Murnaus „Nosferatu“ hat der Orgelrebell schon einmal begleitet.

Film

Nosferatu

Frei nach Bram Stokers „Dracula“-Roman, mit fulminanter Besetzung und albtraumhaften Bildern, die auch heute nichts von ihrer Wirkung eingebüßt haben, schuf F.W. Murnau ein expressionistisches Meisterwerk, das als die Mutter aller Horrorfilme gilt. Orgelrebell Cameron Carpenter steuerte die Musik bei. Weiterlesen

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